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Cyber Crime: Wir brauchen mehr Transparenz

Bild: Markus Spiske


Im Netz der Internetkriminalität zu ermitteln, ist eine Sisyphusarbeit für Polizei und IT-Experten. Warum es gerade darum äusserst wichtig ist, auch kleinste Vorfälle zu melden.

"Es wurde erneut ein Anstieg von professionell durchgeführten Angriffen im Internet festgestellt", schreibt das Schweizer Bundesamt für Polizei (fedpol) in seinem Bericht zur Kriminalitätsbekämpfung. Das geht einher mit anderen aktuellen Analysen – so schätzt man etwa, dass die weltweiten Umsätze mit Computerkriminalität jenen des organisierten Drogenhandels mittlerweile den Rang abgelaufen haben.

Ob nun Spammer Schadsoftware verbreiten, Profi-Hacker geheime Daten stehlen und Unternehmen erpressen oder der Nachbar unsere private Webcam kapert: Kriminalität im Internet hat viele Gesichter. Dank der Verbreitung von Smartphones, Web-Applikationen, Drahtlos-Bezahlsystemen und anderen Tech-Tools haben Verbrecher unzählige Möglichkeiten, zu stehlen, zu betrügen oder zu manipulieren.

"Immer perfidere Tricks"

Gerade weil diese Verbrechen im unübersichtlichen Raum des Internets geschehen und die Täter oft nur schwer zu identifizieren sind, ist es umso wichtiger, Vorfälle sofort der Polizei zu melden. "Die Tricks von Cyberkriminellen und Internetbetrügern werden immer perfider und sie nutzen die scheinbare Anonymität im Netz schamlos aus", erklärt Andreas Eugster, Cyber-Ermittler der Polizei Zug.

Einmal gemeldet, ähnelt die Arbeit der Polizei einem Puzzle, sagt Eugster: "Die elektronischen Spuren der Internetkriminellen werden als Erstes von der IT-Forensik fachgerecht gesichert und für die weiteren Ermittlungen gerichtsverwertbar aufbereitet. Fast immer ist auch eine Zusammenarbeit mit externen staatlichen Stellen gefragt, denn Cyberkriminelle kennen keine Landesgrenzen."

Wie die Cyber-Mafia vorgeht

Ein Dokumentarfilm von ARTE zeigt die Welt der Cyber-Kriminellen und deren Opfer. Hier einige der interessantesten Stellen im Film:

Ab Min. 21:45: Wie kriminelle Hacker unsere Identität stehlen und sie benutzen, um Geld zu machen.

Ab Min. 28:34: Wie Firmen gehackt werden und welche Schäden das verursachen kann.

Ab Min. 43:40: Wie Ermittler gegen die Cyber-Mafia vorgehen.

Ab Min. 55:00: Wie mit Estland ein ganzes Land Opfer der grössten Cyber-Attacke in der Geschichte des Internets wurde.

Ab Min. 1:00: Wie Cyber Crime der Kampf erklärt wird.

Transparenz ist ausschlaggebend

Obwohl es durchaus nachvollziehbar ist, dass jemand dessen private Informationen auf dem Spiel stehen, vielleicht zögert, zur Polizei zu gehen: Eine Meldung ist elementar! Diese Transparenz hilft der Polizei, entsprechend den laufend veränderten technischen Bedingungen zu ermitteln und Fälle zu verknüpfen, bestätigt Cyber-Polizist Eugster. Mutmassliche Cyber-Delikte können ganz normal (wie etwa ein Brieftaschendiebstahl) bei der lokalen Polizei gemeldet und angezeigt werden. In der Schweiz können Sie zudem mit diesem Formular bei fedpol gemeldet werden.

Auch für Unternehmen ist Transparenz gegenüber Partnern und Kunden ausschlaggebend bei der Schadensminderung. Der Deutsche IT-Branchenverband Bitkom hat ermittelt, dass bereits jedes zweite Unternehmen der Bundesrepublik gehackt wurde – oft ohne etwas davon zu merken. Unternehmen fürchten meist einen Image-Schaden oder abspringende Kunden und zögern daher oft, ihre Schwachstellen publik zu machen. Die Erfahrung zeigt allerdings, dass die Toleranz der Betroffenen höher ist, wenn Firmen von Anfang an offen kommunizieren.

Wir alle sind gefragt!

Fakt ist: Täter können nur dann verfolgt werden, wenn das Verbrechen gemeldet wird. Und auch die Entwicklung von Sicherheits-Tools ist darauf angewiesen, zu wissen, mit welchen Methoden welche Opfer zu welchem Zweck geschädigt werden. Der Informationsaustausch ist in Sachen Bekämpfung von Cyberkriminalität folglich grundlegend. Jeder kann und sollte hier seinen Beitrag leisten – auf dem Spiel steht nicht weniger als unsere Sicherheit und Privatsphäre.