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Datenschutz bei Google


Firmen wie Google oder Facebook sind bekannt für ihre Datensammelwut. Deren Geschäftsmodell ist in grossem Mass davon abhängig, dass sie genaue Nutzerprofile erstellen, um spezifische Angebote darauf masszuschneidern, oder um diese weiterzuverkaufen. Als Nutzer ist man aber nicht ganz machtlos: Hier zeigen wir, wie du deine Privatsphäre besser schützen kannst.

Datenschutzeinstellungen

Nachdem Google mehrmals wegen Datensammlerei unter Druck geraten ist, ging der Suchmaschinenanbieter in die Offensive und ermöglicht Nutzern seit 2012 die Einsicht und Kontrolle (eines Teils) der gesammelten Daten. Auf der Seite https://privacy.google.com/ gibt es seither die Möglichkeit, Datenschutzeinstellungen für mehrere Google Services an einem Ort anzupassen. (Die hier beschriebenen Anpassungen kann nur vornehmen, wer ein Google Konto besitzt.)

Zur Einstimmung: In der Dokumentation des ZDF wird klar, das Google schon jetzt sehr viel über uns weiss – und längst nicht mehr nur eine Suchmaschine ist.

Die interessantesten Punkte aus der Dokumentation:

01:06 Was unsere Suchanfragen über uns preisgeben.

12:26 Ein Google Insider spricht

14:46 Wie Google Milliarden macht

24:25 Warum Google viel mehr als nur eine Suchmaschine ist

Suchverlauf, öffentliches Profil, Aktivitäten

Seit 2007 ist es möglich, eine Liste der vorgenommenen Suchen anzusehen und diese zu löschen. Eine Übersicht dieser Suchen, sowie der auf YouTube betrachteten Videos ist hier verfügbar: https://myactivity.google.com/myactivity. Auf dieser Seite können der Suchverlauf angesehen, vorgenommene Suchen gelöscht oder ein Archiv alle Suchen heruntergeladen werden.

Die wichtigste Seite ist https://myaccount.google.com/activitycontrols. Hier ist es möglich, zu steuern, welche Aktivitäten gespeichert werden. So kann man z.B. die Speicherung des persönlichen Suchverlaufs oder die Aufzeichnung seiner Standorte deaktivieren, von wo man auf Google Dienste zugegriffen hat.

Auf https://aboutme.google.com/ kann überprüft werden, welche Informationen über einen öffentlich einsehbar sind. Einen Sicherheitscheck ist unter https://myaccount.google.com/secureaccount möglich. Hier sieht man zum Beispiel, mit welchen Geräten auf ein Google Account zugegriffen wird und kann eingreifen, falls ein Gerät nicht bekannt ist.

Sehr hilfreich ist auch das Betrachten der Standorte der eigenen Aktivitäten: Auf https://www.google.com/maps/timeline zeigt eine Weltkarte, wo Aktivitäten auf Google verzeichnet wurden. Hier sieht man etwa, wenn jemand das Google-Konto gehackt und es in einem anderen Land verwendet wird.

Daten exportieren & löschen

Auf https://takeout.google.com/settings/takeout können sämtliche vorhandene Daten exportiert werden. Dies beinhaltet die Historie von Google- und YouTube-Suchen, aber auch Dateien auf Google Drive, Konversationen aus Gmail, den Standortverlauf von Android Phones und weitere Daten.

Wer die Daten vollständig löschen will, besucht die Seite https://myactivity.google.com/myactivity und klickt auf “Aktivitäten löschen nach”. Auf der nächsten Seite kann dann der gewünschten Zeitraum ausgewählt werden, in welchem Daten gelöscht werden sollen. Nach der Bestätigung werden sämtliche Aktivitäten im angegebenen Zeitraum gelöscht.

Sind meine Daten wirklich permanent gelöscht?

Bild: Fotolia



Aus deinem Profil sind die Aktivitäten damit vollständig gelöscht. Wie weit die Löschung persönlicher Daten im Unternehmen selber geht, ist schwer zu sagen. Google gibt dazu keine näheren Informationen heraus. Es ist nicht anzunehmen, dass diese Daten vollständig von den Servern der Firma verschwinden.

Aus rechtlicher Sicht darf Google eigentlich keine Daten über eine Person speichern, mit welchen sie (direkt) persönlich identifizierbar ist. Indirekt kann dies über ihr Verhalten dennoch möglich sein: Mit den Suchen und den Orten, an welchen sie aktiv ist, kann man sie theoretisch eindeutig identifizieren.

Eine vollständige Löschung der Google Aktivitäten ist damit kaum möglich. Indem du aber die Speicherung der Aktivitäten verhinderst, wird es für Dritte schwieriger, ein einfaches Verhaltensprofil zu erstellen und dieses deinem Google Account zuzuordnen.

Speicherung des Suchverlaufs bei Google vs. dein Browser

Beachte auch, dass das Löschen der Daten von Google nicht dasselbe ist, wie das Löschen des Suchverlaufs in deinem Browser. Letzteres betrifft nur die Suchen, die lokal auf deinem Computer gespeichert sind.

Wenn du bestimmte Suchen nicht erfasst haben willst, empfehlen wir diese im “privaten Modus” von Firefox vorzunehmen. Im privaten Modus vorgenommene Suchen werden gar nicht erst in Googles Search History erfasst.

Datenerhebung auf Android Betriebssystemen

Auch wenn Google als Suchmaschine am bekanntesten ist, solltest du nicht vergessen, dass die sensibelsten Daten, die Google erhält, von deren mobilen Betriebssystem “Android” stammen. Falls du ein Android Smartphone besitzt, kann Google Bewegungs- und Nutzungsprofile von dir erstellen.

Es bestehen keine Möglichkeiten, diese Datenerfassung zu verhindern - zumal dies oft im Geheimen geschieht. Ein grosser Teil der Datensammlung kann aber mit der Funktion Standortermittlung ausschalten unterbunden werden. Auch hier ist es aber fraglich, ob Google diese nicht trotzdem über eine Hintertüre irgendwo gespeichert hat.

Was macht Google mit meinen Daten?

In erster Linie werden diese Daten auf Vorrat gespeichert. Aktuell ist vor allem bekannt, dass Google aufgrund dieser Daten Suchresultate personalisiert. Zusätzlich werden demographische und geographische Daten verwendet, um die Werbung zu personalisieren, welche du auf deinen Geräten siehst.

2012 hat Google seine Richtlinien angepasst und darf seither persönliche Informationen für weitere Verwendungen (intern) weitergeben. Hauptsächlich ist dies z.B. für den Service DoubleClick der Fall. Die Personalisierung von Google Werbungen kann hier deaktiviert werden: https://www.google.com/settings/u/0/ads

Fazit

Wir halten fest, es gibt zwar Möglichkeiten, den Datenschutz zu verbessern, es muss aber an mehreren verschiedenen Orten vorgenommen werden und ist nicht besonders übersichtlich.
Dass Google diese Daten aus dem Account entfernt, heisst aber nicht, dass die Daten nicht gesammelt, oder dass sie auch gelöscht werden.

Wenn du sensible Suchen vornimmst, die du nicht mit Google teilen willst, empfehlen wir die Suchmaschine DuckDuckGo, welche keine Nutzerdaten speichert.

In vier Schritten zu mehr Privacy im Google-Kosmos

1. Auf Google-Privacy die Datenschutzeinstellungen verschiedener Dienste an einem Ort vornehmen.

2. Auf Activity Controls steuern, welche persönlichen Aktivitäten von Google gespeichert werden.

3. Auf Delete Activity spezifische Aktivitäten in der eigenen History löschen.

4. Auf Ads Settings personalisierte Google-Werbung deaktivieren.